Evangelische Kirchengemeinde Müncheberger Land
 

 

 

                        

Das Reformationsjahr ist vorbei!  Und nun?


Das Reformationsjubiläum, welches vom 31. Oktober 2016 bis zum 31. Oktober 2017 dauerte, ist nun vorbei. Und nun? Wie geht es weiter? Gehen wir jetzt zur Tagesordnung über? Was ist denn die "Tagesordnung"?

Am 31. Oktober läuteten in unserem Kirchenkreis in 127 Kirchen die Glocken. Um 15.17 Uhr. Gleichzeitig! Eine völlig ungewöhnliche Zeit. Das sollte an den Tag vor 500 Jahren erinnern, an dem 1517 Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlichte und damit das weltgeschichtlich bedeutsame Ereignis, die Reformation, auslöste.

Am 31. Oktober dieses Jahres fand in 127 Kirchen unseres Kirchenkreises eine Andacht zum Reformationstag statt. Einen zentralen Teil stellte dabei ein Dialog zwischen Martin Luther und seiner Frau Katharina Luther dar. Dieser Dialog fand im Himmel statt und zwar heute! Beide betrachteten die Welt 500 Jahre nach dem Thesenanschlag. Eine kritische Betrachtung, sicherlich, aber dieses Zwiegespräch endete zuversichtlich und mit der begründeten Hoffnung, dass Gott bei den Menschen bleiben wird.
Die Teilnehmer der Andacht waren gebeten, ihre Gedanken zu der Frage  "Wie geht es weiter? und Was soll sich ändern?" zu äußern.
Das Ergebnis bezeugt, dass unsere Wünsche sich auf mehr Achtsamkeit gegeneinander, mehr Toleranz, gegenseitige Liebe, mehr Geduld miteinander und Wohlwollen gegenüber Andersdenkenden richten. Unsere Gebete sollten sich auch darauf richten, dass weniger Gewalt, weniger Egoismus und Machtgehabe unser Handeln beeinflusst, mehr Mut bei der Ächtung von Kriegen und Konflikten zwischen den Völkern, Ethnien und Religionen gezeigt wird und wir unseren Glauben bei unserem Handeln deutlich bekennen.
Diese Reaktion der Andachtsteilnehmer sollte uns in unserem Glauben bestärken.
Deshalb ist es schon sehr sinnvoll das Reformationsjahr in steter Erinnerung zu behalten, deshalb soll dieser Beitrag auch ruhig noch ein bisschen hier stehenbleiben.