Evangelische Kirchengemeinde Müncheberger Land
 


Dahmsdorf


Ursprung des Ortes Dahmsdorf

1253 überließ Erzbischof Rudolf von Magdeburg den Mönchen von "Leubus", die 1224 im Lande Lebus, "in territorio Lubucensi", 200 Hufen (1 Hufe=30 Morgen) erhalten hatten, das Dorf, "villam thome", mit 50 Hufen. 1560 wurde Wolf vom Kloster  , einem Ravensbergischen Geschlecht angehörig, durch kurfürstliche Belehnung Herr über das Dorf, dessen Name im Laufe der Jahrhunderte aus "Tomasdorf" zu "Damesdorp", "Domestorff" geworden war. Gegen Ausgang des 17. Jahrhunderts wurden die Schlossherren von Buckow, die Grafen von Flemming, Besitzer von Dahmsdorf. Die Kirche ist ein heute überputzter Bau, bei dem die Umfassungsmauern des nahezu quadratischen Langhauses und des eingezogenen länglichen und gerade geschlossenen  Chores, soweit sie aus Findlingen hergestellt sind, im Mittelalter errichtet wurden. Zunächst war kein Turm vorhanden.                    

   
                                            

Dahmsdorfer Kirche, Grundriss, Lit 1


         

Kirche Dahmsdorf von Südosten um 1909, Lit 1

Der im Westen vorgebaute quadratische Turm aus Backstein mit seinem vierseitigen Pyramidendach wurde, wie auch in der alten Fotografie von 1909 zu sehen, der Giebel des Langhauses, wahrscheinlich am Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut. Die spitzbogige Südtür am Chor führte einst in einen vorgelagerten Raum, durch den der Eingang in die Kirche führte.



Dahmsdorfer Kirche um 1930, © fg


Als eine der ältesten Kirchen Brandenburgs trug leider auch diese Kirche im 2. Weltkrieg schwere Beschädigungen davon. Die Dahmsdorfer Bürgerinnen und Bürger haben in den Fünfziger Jahren schrittweise die Kirche wieder instandgesetzt. Unter der engagierten Leitung von Pfarrer Saretz und den aufopferungsvollen Arbeiten der beteiligten Dahmsdorfer konnte die Kirche 1957 neu geweiht werden. Neben den kirchlichen Aktivitäten fanden in der Kirche auch viele andere Veranstaltungen statt. Im Jahre 2001 wurden der "Förderverein Dahmsdorfer Kirche e.V." mit dem Ziel der Erhaltung der Kirche sowie ihrer  gottesdienstlichen und darüberhinausgehenden Nutzung für die Dorfgemeinschaft und weitere Gäste gegründet. Es finden seither vielseitige Veranstaltungen statt. Die Kirche hat sich zu einer Begegnungsstätte des Dorfes entwickelt.
Der Aufruf der Internetadresse des Fördervereins vermittelt einen Eindruck über die Aktivitäten des Vereins.


Einen Höhepunkt in diesem Jahr stellte die Feier anlässlich des 60. Jahrestages der Wiedereinweihung der Dahmsdorfer Dorfkirche und des Erntedankfestes am 1. Oktober dar.
Pfarrerin Karin Bertheau eröffnete mit ihrer Predigt in der vollbesetzten  Kirche den festlichen Nachmittag.
Die Vorsitzende des Fördervereins, Frau Gerda Völz, hielt einen Vortrag mit Bildern aus der Geschichte des Vereins. Während ihres anregenden Vortrags  entspann sich eine lebendige Beteiligung der Dahmsdorfer zu angesprochenen Geschehnissen und Personen aus der Entwicklung der Gemeindegeschichte. In dieser aufgeschlossenen Atmosphäre verlief auch das Zusammensein bei der Kaffeetafel im Freien. Herzliche Begegnungen am ganzen Nachmittag gab es mit dem anwesenden Pfarrer Saretz und weiteren Gästen. Das Herbstkonzert des Gemischten Chores Müncheberg unter der Leitung seiner Leiterin Gabi Munk bildete den musikalischen Höhepunkt des Ernetedankfestes.

vielseitigeen festlichen tag.

Dahmsdorfer Dorfkirche, © kb




























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