Evangelische Kirchengemeinde Müncheberger Land
 

Münchehofe 

Dem Zisterzienserkloster Leubus bei Breslau in Schlesien wurde 1224 vom Erzbischof Rudolf von Magdeburg Land geschenkt. Die Mönche gründeten daraus einen Wirtschaftshof mit einem Umfang von 36 Hufen (1 Hufe =30 Morgen). In einer Urkunde aus dem Jahr 1253 wird ein Dorf (villa) erwähnt, das als Curia (Wirtschaftshof) bezeichnet wird und den Flächenumfang von 36 Hufen hat. Ein Wirtschaftshof von Zisterziensern wird auch als Grangie bezeichnet. In den dünnbesiedelten Gebieten links und rechts der Oder entwickelten sich aus diesen Grangien oft Siedlungen und Dörfer. 1412 wird Matthias von Uchtenhagen von Burggraf Friedrich mit der Bede (Abgaben), Diensten und Kossäten  belehnt. Die Siedlung erhält den Namen "Mönkehofe".  Dieser Name wandelte sich dem bischhöflichen Schoßregister (Steuereregister) zufolge in "Monchehove" um. 1460 hatte das Dorf nur noch einen Umfang von 28 Hufen.

Diesem kleinen Dorf entsprechen auch die Ausmaße seiner Kirche.

Münchehofer Kirche, Zustand um 1909, Lit. 1


















In der letzten Hälfte des 13. oder der ersten Hälfte des 14.Jahrhunderts wurde die frühgotische Feldsteinkirche errichtet, was man aus der Struktur des Granitquadermauerwerks schließen kann.

Münchehofer Kirche, Grundriss, Lit.1

  


Münchehofer Kirche, Turm Westfront, © fg







                   








Münchehofer Kirche, Südfront, © fg


Der Bau besteht aus einem quadratischen Schiff mit einem fast ebenso gestalteten eingezogenen Choranbau, wie aus der Grundrisszeichnung erkennbar ist.
Der über der Westfront sitzende hölzerne Dachaufbau mit seiner vierseitigen Pyramide gehört der Zeit nach dem dreißigjährigen Kriege an.
  

                   




Der gotisierende Türverschluss der Eingangstür an der Südwand ist ein Beleg für gediegene Handwerkerarbeit. 

Münchehofer Kirche,Türschloss, © gj

                            

Münchehofer Kirche,Türschloss, © gj

                                              


Eingangstür Kirche Münchehofe, © gj


Die Eingangstür dient nicht nur als Verschluss des Gotteshauses sondern auch der Anzeige von Veranstaltungen, die regelmäßig in der Kirche stattfinden.

Die vielfältigen Aktivitäten, die durch den 1997 gegründeten "Förderverein Alte Kirche Münchehofe Märkische Schweiz", organisiert werden, zeugen von dem gesellschaftlichen  Engagement der Gemeindemitglieder und vieler weiterer Kräfte, die sich gemeinsam um den Bestand und die Arbeit in und mit der Kirche verdient machen.

Neben einer Vielzahl von Kulturveranstaltungen, wie zum Beispiel Konzerte und Chorauftritte, sind besonders die Ausstellungen , die durch den von Gerhard Jungwirth geleiteten Fotozirkel "Windrose" initiiert und gestaltet werden, von Bedeutung und ziehen ein großes Publikum an. Eine kleine Bildauswahl soll das verdeutlichen.

         

Dokumente Fotoausstellungen Kirche Münchehofe, © gj